Paukenschlag in Hallein: Eine 300 Seiten starke Studie, die Land Salzburg und Arbeiterkammer bei der „
Added Value GmbH“ in Kuchl in Auftrag gegeben haben und die jetzt vorliegt, zeigt, dass „M-real“ gewinnbringend fortgeführt werden könnte. Voraussetzung: Der Konzern produziert in Salzburg künftig Frischfaserkarton statt Papier.
„Es wäre das Einfachste, wenn M-real das selbst machen würde oder in einem Jointventure“, sagt
Studienautor Kurt Schloffer, der die Papierfabrik bestens kennt. Vor der Gründung seiner Beraterfirma für die holzwertschöpfende Industrie war er auch zehn Jahre lang Betriebsleiter in Hallein.
Eine Umrüstung von Papier auf Karton könnte nicht nur die Mehrzahl der Arbeitsplätze sichern. Das neue Produkt könnte sich auch lohnen: Die jetzt vorgelegte Studie stellt einen betrieblichen Gewinn von zirka 13 Prozent in Aussicht. Notwendig wären Investitionen von 70 bis 80 Mill. Euro. „Das ist im Vergleich kostengünstig. Eine neue Maschine würde 250 Mill. Euro kosten“, betont Schloffer. Bis Ende 2010 könnte seiner Ansicht nach die Umstellung über die Bühne gehen – „wenn bis Ende des ersten Quartals 2009 eine Entscheidung fällt“. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) hat die Studie und den Vorschlag der Experten an den Vorstand von M-real weitergeleitet. Dort hat man sich bereit erklärt, die Kalkulationen zu prüfen.
Studienautor Schloffer jedenfalls zeigt sich „sehr zuversichtlich, dass die Produktion weiter geht“. Hallein habe beste zentraleuropäische Lage, eine perfekte Symbiose mit der Zellstofferzeugung, und das Werk selbst sei in hervorragendem Zustand. Für den Erhalt seines „Lebenswerks“ kämpft im Hintergrund auch der frühere, langjährige Belegschaftsvertreter in der Papierfabrik, Herbert Schalwich.
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